Welches Fahrradschloss ist sicher? Vor- und Nachteile der Schlosstypen

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Es die wohl schlimmste Vorstellung jedes Radbesitzers: Nach einem langen Arbeitstag ist das Rad verschwunden.

Um ein seltenes Phänomen handelt es sich dabei leider nicht.

Ganz im Gegenteil: Allein in Deutschland werden jährlich mehr als 300.000 Fahrraddiebstähle erfasst.

Die Dunkelziffer wird jedoch noch bedeutend höher geschätzt.

Gerade in Großstädten wie Hamburg, München und Berlin sollten Sie Ihr Fahrrad keinesfalls mehr unbeaufsichtigt oder mittelmäßig gesichert lassen.

Zu groß ist die Gefahr von organisierten Banden oder Einzeltäter das Bike verschwinden lassen.

Umso wichtiger ist es, sich mit effektiven und wirklich sicheren Fahrradschlössern vor möglichen Diebstählen zu schützen.

Doch welches Fahrradschloss ist wirklich sicher?

Grundsätzlich sind Fahrradschlösser mit höchster Sicherheitsstufe eine relativ sichere Bank, aber es gibt noch mehr zu bedenken.

Ich zeige Ihnen die verschiedenen Arten von Fahrradschlössern, deren Vorteile und auch Nachteile.

Vorteile und Nachteile im Überblick

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Bügelschloss für’s Fahrrad

Sie sind die Nummero Uno unter den Fahrradschlössern, zumindest in Sachen Sicherheit.

Die Bügelschlösser.

Seinen Namen verdankt es seiner Form, die durch den U-förmigen Metallkörper und den Schlosszylinder mit zwei Öffnungen stark an einen Bügel erinnert.

Sein Trumpf sind zweifelsohne seine ausgesprochen hohen Sicherheitsstandards.

Dank des robusten Bügels mit verschiedenen gehärteten Stahllegierungen kann es sich gleich mehreren gewaltsamen Öffnungsversuchen erfolgreich widersetzen.

Das Zeigen z.B. auch Test von Stiftung Warentest oder großen Magazinen.

Besonders hochwertige Exemplare sind häufig mit einem zusätzlichen Zylinder mit integrierten Drehscheiben versehen.

Da beißen sich echt absolute Sicherheitsexperten die Zähne aus.

Nicht umsonst schneiden die hochwertigen Bügelschlosser in Testungen oft mit Bestnoten ab.

Was es an Bügelschlössern jedoch zu bemängeln gibt, ist ihr Gewicht und ihre sperrige Form, was sowohl Transport als auch Befestigung erschweren kann.

Gerade die Sicherung des Fahrrads gestaltet sich anspruchsvoller und zeitintensiver als bei anderen Schlossarten.

So muss oft länger nach passenden Gegenständen wie einem Zaun, Verkehrsschild oder dickerem Laternenpfahl gesucht werden, an denen sich das Gefährt sicher verschließen lässt.

Hier gibt es viele weitere Infos zu Bügelschlössern.

Das Faltschloss gilt als sehr seicher

Ein höheres Maß an Flexibilität verspricht Ihnen das Falt- oder Gelenkschloss.

Erst seit wenigen Jahren ist diese neue Art der Schlösser auf dem Fahrradmarkt vertreten.

Sie konnte sich aber mit ihrer einfachen und flexiblen Handhabung schnell in der Branche etablieren.

Doch wie lässt sich die innovative Flexibilität erklären?

Das Konzept ist einfach: Ein Faltschloss setzt sich aus starren Gliedern zusammen, die sich wie ein Zollstock zusammenfalten lassen.

Die Flexibilität tut jedoch der Stabilität des Modells keinen Abbruch, sodass es beinahe die selben Festigkeitswerte wie ein Bügelschloss erzielen kann.

Im folgenden Video können Sie eienn Fahrraddieb sehen, der es mit einem Faltschloss von ABUS aufnimmt.

Er hat es nicht gschafft das Schloss zu knacken, trotz Bolzenschneider.

Erhältlich sind Faltschlösser in verschiedenen Größen und Sicherheitsstufen und lassen sich entweder mit Zahlenkombinationen oder einem Schlüssel verriegeln.

Kleiner Tipp von mir: Wenn Sie sich für die längste Variante entscheiden, können Sie Ihr Bike mühelos an jeder Laternen befestigen.

Sicherheit und Flexibilität haben jedoch ihren Preis.

So müssen Sie bei den meisten Faltschlössern noch mit entsprechend hohen Preisen rechnen.

Bei Reduzierungen oder Rabattaktionen sollten Sie daher nicht allzu lange zögern.

In diesem Artikel gibt es noch weiterre Infos zu Faltschlössern.

Kettenschlösser sind besser als ihr Ruf

Eine sehr beliebter Diebstahlschutz für Fahrräder ist das gute, alte Kettenschloss.

Qualitativ hochwertige Modelle sind mit einer robusten Metallkette ausgestattet, die aus härteren äußeren und weicheren inneren Gliedern besteht.

Und genau diese Kombination aus hart und weich bietet einen zuverlässigen Schutz vor Durchtrennen und Kältespray-Attacken.

Auch um mögliche Schäden am Fahrrad brauchen Sie sich bei dieser Schlossart nicht zu sorgen.

Eine weiche Kunststoffummantelung verhindert das Zerkratzen des Lacks.

Zu befestigen ist es mit einem kleinen Zylinder, der sich mit einem Schlüssel oder Zahlencode problemlos verschließen lässt.

Womit sich das Modell eindeutig gegenüber seinen beiden Konkurrenten Bügel- und Faltschloss durchsetzen kann, ist sicherlich sein preislicher Rahmen.

Günstige Varianten, die immer noch sicher sind, gibt es bereits ab rund 30 Euro.

Das Kettenschloss kann zwar den Amateur vom Fahrradklau abhalten, dem Profi ist es meist aber nicht gewachsen.

Damit sind seine Sicherheitsstandards denen von Bügel- und Faltschloss klar unterlegen.

Auch das vergleichsweise hohe Gewicht und die umständlichere Handhabung sind nicht außer Acht zu lassen.

Dafür ist das Kettenschloss aber auch sehr flexibel und es braucht keine zusätzliche Halterung, man kann es einfach um die Sattelstabfe wickeln.

Mehr über Kettenschlösser lesen!

Richtig sichern ist das A und O

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Ein falsch gesichertes Fahrrad wechselt schnell den Besitzer.

Geeignete Befestigungsstellen sind besonders wichtig.

Hier die wichtigsten Punkte auf die Sie achten sollten:

Achten Sie auf feste Gegenstände, die sich weder aufbrechen noch abschrauben lassen.

Setzen Sie auf doppelten Schutz, am besten auf zwei Schlösser von unterschiedlicher Bauart wie einem Bügel- und Faltschloss.

Die Experten unter den Fahrraddieben sind meist nur auf eine Art Schloss spezialisiert.

Zweifacher Schutz ist also tatsächlich doppel sicher.

Öffentliche Plätze bieten mehr Sicherheit.

Am wohlsten fühlen sich Diebe in dunklen unbeobachteten Ecken.

Helle belebte Plätze hingegen werden gezielt gemieden.

Zu groß ist die Gefahr, beim Klau beobachtet zu werden.

Alle beweglichen Teile sichern um sich vor Gelegenheitsdieben zu schützen.

Vergessen Sie deshalb nicht, alle beweglichen Radteile wie Laufräder mit Schnellspannern oder auch den Sattel zu sichern.


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