Fahrradschloss mit GPS: Macht das überhaupt Sinn?

Ein Fahrradschloss mit GPS.

Auf den ersten Moment klingt das vielleicht nach einer ganz guten Idee aber ist sie wirklich so gut?

Wenn man sich mal anschaut, wie so ein Fahrraddiebstahl meisten vonstattengeht, dann fällt eine Sache ganz schnell auf.

Das kaputte bzw. geknackte Schloss bleibt meist am Tatort liegen.

Ist der GPS Sender jetzt direkt im Schloss verbaut macht das wenig Sinn.

Deswegen ist es am sichersten, einen GPS Sender mit einem passenden Schloss zu kombinieren.

Als Alternative dazu, ein teures Schloss mit GPS nur so an dem Rad zu befestigen, dass es gleich mit geklaut wird kommt nämlich sicher nicht in Frage.

GPS Sender für das Fahrrad

Grundsätzlich ist es gar keine so schlechte Idee sein teures Fahrrad mit einem GPS Tracker zu versehen und so die Verfolgung aufnehmen zu können, sollte das Rad gestohlen werden.

Dazu muss der GPS Sender irgendwo am Fahrrad versteckt werden.

Logisch, denn sonst würde der Dieb ihn einfach abbrechen oder abreißen und an Ort und Stelle liegen lassen.

Es gibt verschiedene Produkte die eine Ortung via GPS ermöglichen.

So gibt es ganz einfache Tracker, wie den Simmotrade Fahrrad GPS Tracker*, der als Rücklicht getarnt ist und das Tracking über eine App oder das passende Onlineportal ermöglichen.

Systeme wie das Velocate vc|one GPS-Ortungssystem* sind bereits deutlich teurer bieten aber auch einiges mehr an Funktionen. So macht sich das System z.B. sofort bemerkbar, wenn sich jemand am Rad zu schaffen macht.

Einen anderen Ansatz verfolgt der REXbike Fahrrad GPS Tracker*, der nicht wie die beiden anderen Systeme das Rücklicht ersetzt, dieses Gerät wird direkt am Rahmen befestigt und sieht dann aus wie die Befestigung eines Trinkflaschenhalters. Neben dem Tracking via App löst diese Diebstahlsicherung ebenfalls Alarm aus, wenn das Fahrrad sich in Bewegung setzt.

Mögliche Probleme bei der Verfolgung

Dass die Verfolgung eines Diebes mit GPS aber nicht so ganz einfach ist zeigt das folgende Video.

Mit GPS ist das nämlich leider so eine Sache.

So wirklich 100% genau ist GPS nicht, denn der Standort wird errechnet.

Selbst bei freiem Himmel sind Abweichungen von bis zu 20m möglich und in der Stadt, wo Haus an Haus steht und Hinterhöfe voller Garagen zu finden sind, macht das die Suche nicht unbedingt einfacher.

Und dann kommt noch ein wichtiger Punkt dazu, Sie dürfen natürlich nicht selber das Gesetz brechen nur um wieder an ihr Rad zu kommen.

Keller und Garagen sollten Sie auf keinen Fall selber durchsuchen und schon gar nicht sollten Sie versuchen sich unbefugt Zutritt zu verschaffen.

Das alles erschwert die Suche nach dem geklauten Rad natürlich ungemein, macht es vielleicht sogar unmöglich, denn selbst die Polizei kann nicht einfach in privaten Raum eindringen und das Fahrrad für Sie aufspüren.

Und hier noch ein weiterer Gedanke.

Sie verfolgen da einen Fahrraddieb und wer weiß, wie dieser reagiert, wenn er von Ihnen zur Rede gestellt wird.

Achten Sie also immer auf Ihre eigene Sicherheit und halten Sie sich an geltendes Recht, wenn Sie einen Fahrraddieb per GPS verfolgen.

Das Schloss muss auch passen

Ein Fahrrad, das 1000 Euro in der Anschaffung kostet und mit einem mehrere hundert Euro teuren GPS Tracker ausgestattet wurde, sollte selbstverständlich nicht mit einem kleinen 10 Euro Kabelschloss gesichert werden.

Das versteht sich hoffentlich von selbst.

Ein solides Bügelschloss mit einem Bügeldurchmesser von mindestens 16mm sollte es schon sein.

Die sichersten Fahrradschlösser finden Sie natürlich hier, in meinem Artikel zu Fahrradschlössern im Test.

Falls Ihnen ein Bügelschloss zu sperrig ist, kommt natürlich auch ein passendes Faltschloss oder natürlich ein Kettenschloss in Frage.

Wichtig ist nur, es dem Dieb so schwer wie nur irgend möglich zu machen, dann kommen Sie auch gar nicht in die Bedrängnis ihn mit einem GPS Tracker suchen zu müssen.